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Nachrichten / Aktuelles

ausgestrahlt.de zum Fukushima-Jahrestag

veröffentlicht von V. Ammer am 4.3.2012
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   Gemeinsam gegen Atomenergie
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.ausgestrahlt-Newsletter
2. März 2012
es schreibt: Jochen Stay

Lesen, Handeln und Weiterschicken!


Liebe Freundinnen und Freunde,

diesmal schicke ich Euch einen etwas anderen Newsletter: Etwas mehr Text
im Zusammenhang statt kleiner Info-Häppchen. Denn ich will Euch von
etwas überzeugen. Für manche trage ich vielleicht Eulen nach Athen. Aber
für andere ist hoffentlich bedenkenswert, was ich schreibe. Und ich
hoffe, Du kannst Dir fünf Minuten Zeit nehmen, um mein Anliegen zu lesen
und nachvollziehen zu können.

In neun Tagen, am 11. März, ist es soweit: Dann gehen
Atomkraftgegnerinnen und Atomkraftgegner bundesweit in sechs Orten auf
die Straße. Das AKW Brokdorf wird umzingelt. In Hannover wird gegen das
nahegelegene AKW Grohnde demonstriert und in Gronau gegen die
Urananreicherungsanlage. Zwischen Braunschweig, der Asse und Schacht
Konrad ist eine 77 km lange Lichterkette geplant. Und auch an den AKW in
Gundremmingen und Neckarwestheim finden große Demos statt.

Ein Jahr nach dem Beginn des Super-GAU in Japan kommt das Thema gerade
zurück in die Medien – die Öffentlichkeit versucht mit etwas zeitlichem
Abstand neu zu beurteilen, was Fukushima für die deutsche Energiepolitik
bedeutet. Deshalb besteht genau jetzt der Anlass und die Chance,
öffentlich deutlich zu machen, dass wir den langjährigen Weiterbetrieb
von neun AKW nicht akzeptieren, dass wir in höchstem Maße unzufrieden
sind mit der Atommüll-Politik der Bundesregierung und dass die
Versorgung von zehn Prozent aller Reaktoren weltweit mit Uran aus Gronau
das Gegenteil von Atomausstieg bedeutet.

Viel schneller als selbst von mir befürchtet, läuft die Gegenbewegung
der Atomfreunde, um sogar die Laufzeiten-Beschlüsse, die uns nicht
ausreichend erscheinen, weiter aufzuweichen. Da wird so getan, als wäre
die Stilllegung von AKW die Ursache für Blackout-Gefahr und steigende
Strompreise. Und mit dem Angriff auf die Solarförderung wird die
dringend nötige Energiewende attackiert. Da wird es nicht mehr lange
dauern, bis der Ruf laut wird, die Laufzeiten der Meiler weiter zu
verlängern.

Um das zu verhindern und um eine schnellere Stilllegung der
Atomkraftwerke zu erreichen, gehen wir wieder auf die Straße. Und wir
sollten viele derjenigen, die im letzten Jahr demonstriert haben, in den
nächsten Tagen ansprechen, damit sie am 11. März mitkommen.

Denn natürlich ist die Situation eine andere als vor einem Jahr. Damals
war die Betroffenheit riesig – und gekoppelt mit der Wut über Merkels
Laufzeitverlängerung hat das dazu geführt, dass Hunderttausende auf die
Straße gegangen sind. Das wird jetzt sicherlich nicht so sein – auch
weil manche denken, der Ausstieg komme jetzt von alleine.

Aber wir wissen es leider besser: Schon einmal ist das schief gegangen,
als nach dem rot-grünen Atomkonsens viele dachten, sie müssen nicht mehr
aktiv werden. Das endete mit Laufzeitverlängerungen. Damit so etwas
nicht noch einmal passiert, sollten wir diesmal schlauer sein und nicht
klein beigeben, bis das letzte AKW vom Netz ist. Und was ist dafür
besser geeignet als der Jahrestag von Fukushima, weil am 11. März 2011
so vielen Menschen die Augen geöffnet wurden für den Schrecken und die
Unbeherrschbarkeit der Atomenergie-Nutzung.

Lasst uns gemeinsam den Angriffen auf die Energiewende etwas
entgegensetzen! Lasst uns gemeinsam dafür sorgen, dass der Druck steigt,
die Atomkraftwerke schneller vom Netz zu nehmen und sämtliche
Atomfabriken zu schließen. Lasst uns deutlich machen, dass das, was Bund
und Länder gerade in Sachen Endlagersuche aushandeln, dem Problem nicht
gerecht wird und den gesellschaftlichen Konflikt um den Atommüll nicht
lösen wird.

Ich weiß nicht, ob Du für den 11. März schon andere Pläne hattest oder
einfach noch unentschlossen bist. Mir ist einfach nur wichtig, dass Du
Dich bewusst entscheidest, ob Du dabei bist und nicht hinterher denkst:
Eigentlich wär es ja gut gewesen, ich hätte mich aufgerafft… Und mir ist
wichtig, dass Du versuchst, die Menschen in Deinem Umfeld zu überzeugen,
sich mit Dir gemeinsam auf den Weg zu machen (Du kannst diese Mail gerne
weiterschicken). Gemeinsam macht demonstrieren sowieso viel mehr Spaß.

So, jetzt bist Du dran! Informiere Dich auf unseren Webseiten (siehe
unten) und triff eine gute Entscheidung!

Gespannte Grüße

Jochen Stay


Die geplanten Demonstrationen und Aktionen:
http://www.ausgestrahlt.de/mitmachen/fukushima-jahrestag/grossdemos/aktionsorte

Die Anreise:
http://www.ausgestrahlt.de/mitmachen/fukushima-jahrestag/grossdemos/anreise
Bitte kümmere Dich rechtzeitig um Bustickets, damit die OrganisatorInnen
planen können.

Hintergrund-Infos zu Fukushima:
http://www.ausgestrahlt.de/hintergrundinfos/akw-fukushima

Und vor dem 11. März: Die Woche der Anti-Atom-Sonne:
http://www.ausgestrahlt.de/sonne

Das .ausgestrahlt-Spendenbarometer zum 11. März: Es fehlen uns noch
4.000 Euro
https://www.ausgestrahlt.de/mitmachen/fukushima-jahrestag/spenden

Wir suchen noch HelferInnen für .ausgestrahlt-Stände am 11.März in
Gundremmingen, Gronau, Neckarwestheim und Brokdorf. Wer ein oder zwei
Stunden mithelfen möchte, melde sich bitte bei
mitmachen@ausgestrahlt.de

Und zuletzt ein anderes Thema: Die aktuelle Erklärung aus der
Zivilgesellschaft zu den Bund-Länder-Verhandlungen in Sachen
Endlagersuchgesetz:
https://www.ausgestrahlt.de/mitmachen/gorleben/erklaerung
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.ausgestrahlt ist eine Mitmachkampagne gegen Atomenergie.
http://www.ausgestrahlt.de

 

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